Samstag, 25. Juli 2015 - 12:00 Uhr

Unterstützenswert: Lebenshöfe!


Moritz
Moritz mit neuer Frisur
Motiz (rechts) mit Kumpel Max
Riesige Wiese und frische Luft

Was sind Lebenshöfe?

Auf Lebenshöfen können Tiere, die häufig aus Mastanlagen, Legebatterien, Tierversuchslaboren oder aus anderen ausbeuterischen Verhältnissen gerettet wurden, so selbstbestimmt wie möglich einen ruhigen Lebensabend verbringen. Schafe, Kühe, Schweine, Hühner und viele weitere Tiere erfahren hier, dass ein Leben außerhalb stinkender Hallen, enger Käfige, ohne Kraftfutter und künstlichem Licht existiert. Auf Lebenshöfen lässt man die Tiere Tiere sein, gibt ihnen die Möglichkeit, ihre natürlichen Verhaltensweisen wie Scharren oder Wühlen auszuleben, Freundschaften zu schließen und sich ihrem Charakter gemäß zu entfalten. Zu den bekanntesten, seriösen Lebenshöfen in Deutschland gehören die Höfe von Free Animal e.V., Hof Butenland, der Erdlingshof sowie das Land der Tiere.

Wie können Lebenshöfe unterstützt werden?

Lebenshöfe kämpfen stets mit immensen Kosten. Die geretteten Tiere sind häufig chronisch krank. Von der Zucht her sind sie nicht darauf ausgelegt, sonderlich alt zu werden, da sie getötet werden, sobald der Ertrag an Eiern, Milch etc. nachlässt. Eine sogenannte „Milchkuh“ ist beispielsweise nach vier, fünf Jahren durch die ständigen aufgezwungenen Schwangerschaften derart ausgelaugt, dass ihre Milchproduktion zurückgeht und sie daher geschlachtet wird. Auf einem Lebenshof kann sie jedoch bis zu zwanzig Jahre alt werden! Dementsprechend verursacht nicht nur die Nahrung und Instandhaltung der Unterkünfte und Weiden Kosten, sondern auch die Behandlung von Krankheiten. Schafe benötigen Wurmkuren, Schweine teilweise kostspielige Spezialnahrung, Kühe kämpfen mit dauerentzündeten Eutern durch Melkmaschinen. Daher ist es bei der überwiegenden Zahl der Lebenshöfe möglich, nicht nur allgemein zu spenden, sondern eine symbolische Patenschaft für ein spezielles Tier abzuschließen. Selbstverständlich wird die gespendete Summe nicht ausschließlich für dieses Tier verwendet, sondern dort eingesetzt, wo Geld benötigt wird. Ein Patentier gibt dem Ganzen aber ein Gesicht und die Spende erscheint weniger anonym, sodass sie beziehungsweise die Urkunde darüber sich auch als Geschenk anbietet.

Eine andere Möglichkeit, Lebenshöfe zu unterstützen, besteht darin, Arbeitskraft zu spenden. Immer wieder werden ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für bestimmte Tätigkeiten oder auch allgemein für einen längeren Zeitraum gesucht. Die Aufgaben können darin bestehen, die Tiere zu füttern, Zäune zu reparieren, Unkraut zu jäten, Ställe zu bauen, zu kochen oder diversen anderen Tätigkeiten nachzugehen –niemand benötigt eine Ausbildung zur Tierpflegerin/zum Tierpfleger, um einen Tag, ein Wochenende oder einen Monat helfen zu können.

Wir möchten uns explizit dafür aussprechen, die oben genannten veganen Lebenshöfe durch einmalige Spenden, ehrenamtliche Arbeit oder Patenschaften zu unterstützen. Für jedes einzelne gerettete Tier hat sich alles geändert. Viele von ihnen spüren erstmalig Gras unter den Füßen, sie können eine längere Strecke rennen, Kontakt mit Artgenossen aufnehmen, die Jahreszeiten kennenlernen und ihrem natürlichen Verhalten nachgehen. Diese Tiere wurden für uns Menschen gezüchtet, wir tragen die Verantwortung für sie. Wir sollten sie in ihrem neuen, ihrem ersten richtigen Leben unterstützen. Wir möchten uns daher explizit dafür aussprechen, die oben genannten veganen Lebenshöfe durch einmalige Spenden, ehrenamtliche Arbeit oder Patenschaften zu unterstützen.

Das Patentier der Veganen Bewegung

Wir haben uns im Mai 2015 entschlossen, eine Patenschaft für ein Schaf zu übernehmen. Moritz, wohnhaft im Land der Tiere, überzeugte uns mit seiner ausgefallenen Frisur und dem treuherzigen Blick. Wir sind gespannt auf Moritz´ Entwicklung und wünschen ihm und den anderen Tieren des Hofs alles Gute!






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